Würde mich über Einträge im Gästebuch freuenBesucherzähler ab September 2005 |  |  |  |  |  | Das Leben ist eine Komödie für jene, die denken, eine Tragödie für jene, die fühlen (Oskar Wilde) Wer das Denken nicht attackieren kann, attackiert den Denkenden (Andre Heller) Home
Mein Name ist Peter - Christian Löwisch.
Ich
arbeite seit vielen Jahren als Journalist für die verschiedensten
Medien, insbesondere für Printmedien. Meine Themen, die unter
Leistungen näher aufgeführt sind, beschäftigen sich mit Rassismus,
Rechtsextremismus, soziale Minderheiten, Drogen und auch seit Sommer
2000 mit den sogenannten Kampfhunden (SoKa). Neben der journalistischen
Arbeit bin ich im Bereich Weiterbildung tätig. Die Themen, zu denen ich
Seminare veranstalte oder Vorträge halte, sind unter Leistungen und
Seminare aufgeführt. Zur Zeit arbeite ich als freier Journalist,
biete Themen und Artikel den Print- und Nonprintmedien an, halte
Seminare ab und stehe für Vorträge zur Verfügung. Jeder Arbeit von mir
gehen umfangreiche Recherchen voraus. Mein Motto ist, daß ich über
nichts schreibe, worüber ich nicht genauestes recherchiert habe.
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|  | |  |  |  | !! WICHTIG !! - NEU – NEU - NEU - NEU - !! WICHTIG !!
Als bewählter Bezirksvertreter in der BV 1 Innenstadt habe einen monatlich tagenden Bürgerstammtisch eingerichtet.
Bürgerstammtisch Nord:
Jeden ersten Donnerstag im Monat, 07.01. - 04.02. - 04.03. - 01.04. - 06.05.- 10.06 (geänderter Termin) - 01.07.2010 jeweils ab 19 Uhr. Ort: Lokal "Em Altertümche", Ritterstr. 57 (Rauchen dort erlaubt), 50670 Köln, gegenüber von Saturn.
Bürgrstammtisch Süd:
Jeden dritten Donnerstag im Monat. 21.01. - 18.02. - 18.03. - 15.04. - 20.05. - 17.06. - 15.07.2010 im Lokal Amörchen, An der Bottmühle 13, 50679 Köln jeweils ab 19 Uhr.
Außerdem hoffe ich weiterhin im regelmäßigen Kontakt zu den Bürgern in der Innenstadt, auch über Email.
Die Webseite, die ich zur Kommunalwahl
eingerichtet hatte, wird vorerst weiterhin erreichbar sein und wird
regelmäßig mit neuen Texten gefüllt. Hier die URL für diese Webseite: http://www.kommunalwahl09-koeln.de.tl. Für weitere Informationen und Kontaktaufnahme bitte an mich eine Mail senden unter dielinke@medien-loewisch.de
Aktuelles (siehe auch unter Aktuelle Kommentare)
30. 12 2009: Reporter
ohne Grenzen - Zahl der getöteten Journalisten deutlich gestiegen. Es war ein besonders schlechtes Jahr für die
Pressefreiheit: Die Organisation Reporter ohne Grenzen konstatiert 76 tote
Journalisten und eine Zunahme der Bedrohungen. Kritische Blogger sind
inzwischen ebenso Zielscheibe von staatlicher Repression wie Vertreter
klassischer Medien. Es ist der größte von Reporter ohne
Grenzen jemals dokumentierte Vorfall dieser Art: Am 23. November wurden 30
Medienmitarbeiter Opfer eines blutigen Massakers in der südphilippinischen
Provinz Maguindanao - sie starben, als sie einen Politiker zu einem Wahlbüro
begleiteten. Auch sonst stand es um die Sicherheit von Reportern in
vielen Ländern 2009 schlecht. 76 Journalisten starben, 16 mehr als 2008; 1456
wurden angegriffen oder bedroht - eine Steigerung von fast 57 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr. Wurden 2008 noch 353 Medien zensiert, waren es 2009
schon 570; 60 Länder sind laut Jahresbericht von Reporter ohne Grenzen
mittlerweile von einer Zensur des Internets betroffen. Nie zuvor
dokumentierte die Organisation eine so hohe Zahl von inhaftierten Bloggern und
Internetnutzern. Derzeit sind fast 110 Menschen in elf Ländern im Gefängnis,
weil sie im Web ihre Meinung frei geäußert haben. "Sobald die neuen Medien
eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Informationen spielen, reagieren
einige Regierungen mit besonders harten Repressionen", sagte
Reporter-ohne-Grenzen-Generalsekretär Jean-François Julliard. "Blogger
stehen mittlerweile unter der gleichen Beobachtung wie Mitarbeiter
konventioneller Medien." Julliard äußerte sich zudem besorgt
über die Massenauswanderung von Journalisten aus undemokratischen Ländern wie
Iran oder Sri Lanka. "Die Behörden dieser Länder haben verstanden, dass
sie nachhaltig den Pluralismus der Gedanken und den Grad der Kritik verringern,
indem sie Journalisten zur Ausreise bewegen", sagte er. Vor
allem die Berichterstattung in Kriegen und während Wahlen waren 2009 für
Journalisten die gefährlichsten Einsätze. Auch die Situation in Europa hat sich
dieses Jahr verschlechtert: Nie waren so wenige europäische Länder auf den
ersten 20 Plätzen vertreten wie auf der diesjährigen Rangliste der Staaten mit
der größten Pressefreiheit. Schlusslicht unter den EU-Mitgliedern in nach wie
vor Bulgarien mit Platz 68. Aber auch Länder wie Italien (49) oder Frankreich
(43) rutschten ab. Russland steht auf Platz 153 und damit hinter Weißrussland.
Deutschland landet auf Rang 18. Von Martin U. Müller/Mit
Material von AFP. URL: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,669529,00.html
02.12.2009: Hass
aufs Anderssein. Obdachlose,
Schwule, Andersgläubige: Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 100.000
Angehörige von Minderheiten Opfer einer Gewalttat. Experten sehen in den
"Hate Crimes" eine Gefahr für die zivilisierte Gesellschaft. Von Malte Steinhoff mehr...
20.10.2009: Rangliste der Pressefreiheit 2009:
Vorreiterrolle der europäischen Staaten in Gefahr. Mit Sorge betrachtet Reporter ohne Grenzen (ROG)
die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in
einigen europäischen Ländern. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen
ROG-Rangliste zur weltweiten Lage der Pressefreiheit am 20. Oktober warnt die
Organisation zur Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit davor, dass
Europa seine langjährige Vorbildfunktion verlieren könnte. „Es ist beunruhigend
festzustellen, dass demokratische Staaten wie Frankreich, Italien oder die
Slowakei jedes Jahr weitere Plätze in der Rangliste verlieren“, sagte
Jean-François Julliard, ROG-Generalsekretär bei der Vorstellung der Rangliste
2009. „Europa sollte eine Vorreiterrolle bei der Gewährung von bürgerlichen
Freiheiten spielen. Wie können europäische Staaten Verstöße gegen die
Pressefreiheit in der Welt verurteilen, ohne sich auf dem eigenen Territorium
vorbildlich zu verhalten? Pressefreiheit muss überall in der Welt mit der
gleichen Energie und Beharrlichkeit verteidigt werden“, forderte Julliard. So
hat beispielsweise Frankreich (43.) im Vergleich zum vergangenen Jahr acht
Ränge verloren, Italien (49.) ist um fünf Plätze abgestiegen und die Slowakei
(44.) sogar um 37 Plätze abgerutscht. Auch Bulgarien (68.) zeigt einen
Abwärtstrend. Dieses Mal ist das südosteuropäische Land um weitere neun Ränge
gefallen und bleibt damit Schlusslicht unter den EU-Staaten. Der
EU-Beitrittskandidat Türkei sinkt um 20 Plätze im Ranking und steht damit auf
Rang 122. Damit werden eine Reihe von EU-Staaten in diesem Jahr von Staaten mit
parlamentarischem System in Afrika – Mali (30.), Südafrika (33.) und Ghana
(27.) – sowie in Lateinamerika – Uruguay (29.) und Trinidad und Tobago (28.) –
überholt. In einigen europäischen Ländern sind Medienmitarbeiter auch vor
körperlichen Angriffen nicht sicher: In Italien sind mafiöse Gruppen und in
Spanien (44., vorher 36.) die ETA für Gewalt und Drohungen gegen
Medienvertreter verantwortlich. Auch auf dem Balkan dokumentierte ROG Fälle von
Gewalt gegen Journalisten: So wurde beispielsweise in Kroatien (78.) der
Eigentümer und Marketing-Direktor der Wochenzeitschrift „Nacional“ bei einem
Bombenattentat getötet. Trotz bedeutender Abwärtsbewegungen besetzen
europäische Staaten weiterhin die Mehrheit der ersten 20 Plätze. Deutschland
steht in diesem Jahr auf Platz 18 (2008: 20): Als kritisch bewertet wurde unter
anderem das im vergangenen Januar in Kraft getretene BKA-Gesetz, das dem
Bundeskriminalamt die Möglichkeit der Durchführung von Online-Durchsuchungen
und Überwachung der Telekommunikation einräumt. Negativ ins Gewicht fielen auch
Tendenzen der Pressekonzentration, der immer noch unzureichende Zugang zu
öffentlichen Informationen sowie vereinzelte Fälle von körperlichen Übergriffen
auf Journalisten. Bei der Betrachtung der Entwicklung außereuropäischer Staaten
fallen insbesondere die großen Rangverluste des Irans sowie Israels ins Auge:
Der Iran (172.) gehört zu den Schlusslichtern auf der Liste, hinter ihm folgen
nur noch Turkmenistan (173.), Nordkorea (174.) und Eritrea (175.) – alle drei
Staaten belegten bereits im vergangenen Jahr die hintersten Ränge. In Eritrea
werden immer noch keine unabhängigen Medien zugelassen. Nach neuen Festnahmen
von Journalisten im Februar 2009 hat sich die Lage in dem ostafrikanischen Land
weiter verschärft. Israel verzeichnet einen Absturz um 47 Positionen und liegt
nun auf Platz 93. Dahingegen konnten sich die Vereinigten Staaten (20.) in
diesem Jahr um 16 Plätze verbessern. Iran unter den Schlusslichtern. Repressionen,
Drangsalierungen und Schikanen haben sich für iranische Journalisten und
Journalistinnen in diesem Jahr extrem verschärft: Durch die umstrittene
Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist das Land in eine tiefe Krise
gestürzt. Gleichzeitig verfestigte sich die Paranoia des Regimes gegenüber Medienmitarbeitern
und Bloggern. Wachsende Selbstzensur, staatliche Überwachung von Medien,
Misshandlungen sowie illegale Festnahmen und Verhaftungen durch Polizei und
Sicherheitskräfte und eine größer werdende Zahl von Journalisten auf der Flucht
– so stellt sich die Lage der Medienfreiheit zur Zeit im Iran dar. Die
islamische Republik hat deswegen weitere sechs Plätze verloren. Israel:
Nachrichtenkontrolle während des Gaza-Kriegs. Israels Militäroperation
„Gegossenes Blei“ im Gazastreifen im Dezember 2008 und Januar 2009
beeinträchtigte auch die Lage der Medien und Journalisten in Israel selbst:
Infolgedessen führt das Land nicht länger die Gruppe der Staaten des Nahen
Ostens / Nordafrika an und steht hinter Kuweit (60.) und den Vereinigten
Arabischen Emiraten (86.). Nicht nur bei der Berichterstattung aus Palästinensischen
Gebieten hat Israel scharfe Restriktionen verhängt. Die Militärzensur bedroht
die journalistische Berichts- und Recherchefreiheit auch im eigenen Land. ROG
hat zudem eine Reihe von Festnahmen dokumentiert – einige von ihnen eindeutig
ungesetzlich. „Obama-Effekt“ bringt USA unter die „Top 20“. Die
Vereinigten Staaten haben es in diesem Jahr unter die ersten 20 Staaten auf der
Rangliste geschafft. Der neue politische Kurs nach Barack Obamas Amtsantritt im
Januar 2009 ist eine Ursache für diese Entwicklung. So ist die Zahl der Fälle
von Verletzungen des Quellenschutzes im Namen der nationalen Sicherheit
zurückgegangen. Zudem gibt es ernst zu nehmende Bemühungen, den Zugang zu
öffentlichen Informationen zu verbessern. Ein anderes Bild ergibt sich jedoch
in Betrachtung US-amerikanischer Auslandseinsätze (siehe Position 108 auf der
Rangliste „außerhalb der USA“). So ist das Land weiterhin in zwei Kriege
involviert: Die Haltung US-amerikanischer Militär- und Sicherheitsbehörden
gegenüber Medien im Irak und Afghanistan bleibt besorgniserregend. ROG
dokumentierte in beiden Ländern Übergriffe von Journalisten durch das
US-Militär sowie mehrere Festnahmen von Pressevertretern. Zur Erstellung der
Rangliste. Für die Rangliste wurden Verstöße gegen die Pressefreiheit
genauso wie Bemühungen der Staaten, dieses Menschenrecht umzusetzen im Zeitraum
von September 2008 bis Ende August 2009 berücksichtigt. Anhand eines
Fragebogens wurden hierzu unsere Partner-Organisationen, unser
Korrespondenten-Netzwerk sowie Journalisten, Rechercheure, Juristen und
Menschenrechtler in den jeweiligen Ländern befragt. Detaillierte
Informationen zur ROG-Rangliste sowie zu einzelnen Regionen finden Sie hier. Quelle: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/rangliste-der-pressefreiheit-2009-vorreiterrolle-der-europaeischen-staaten-in-gefahr.html
19.06.2009: Pressemitteilung - Stellungnahme der Kinderkommission gegen Kinderarmut. Kinderarmut wird seit einigen Jahren auch in
Deutschland immer häufiger thematisiert – und die Situation spitzt sich zu.
Grund genug für die Kinderkommission des Deutschen Bundestages, sich ebenfalls
dieser ernsten Thematik anzunehmen. Neben zahlreichen Expertengesprächen hat
die Kinderkommission auch eine öffentliche Anhörung dazu durchgeführt. Für
Kinder bedeutet arm zu sein mehr, als nur über wenig Geld zu verfügen.
Kinderarmut hat Konsequenzen für die Bildungschancen von Kindern, für ihre
sozialen Kontakte sowie ihren Gesundheitszustand. Das nachweislich höhere
Armutsrisiko tragen Kinder von Alleinerziehenden, Kinder mit
Migrationshintergrund sowie Kinder, die im Osten der Republik aufwachsen. So
vielfältig wie die Ursachen und Auswirkungen von Kinderarmut müssen auch die
Lösungsansätze sein. Die Kinderkommission hat in ihrer Stellungnahme einige
politische Handlungsoptionen herausgearbeitet. „Arme Kinder kann
sich ein reiches Land wie unseres nicht leisten. Alle politischen Ebenen sowie
alle Strukturen der Zivilgesellschaft müssen dabei helfen, tragbare Lösungen zu
finden. Die Zukunft von Millionen betroffener Kinder hängt vom Willen der
Erwachsenen ab. Möglichkeiten zum Handeln gibt es viele, das macht der
Beschluss der Kinderkommission deutlich und dieser wird über unsere
Fraktionsgrenzen hinweg getragen“, so Diana Golze, Mitglied der
Kinderkommission. Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier: http://www.bundestag.de/ausschuesse/a13/kiko/Empfehlungen_und_Stellungnahmen/kinderarmut.pdf 12.06.2009: Hilfen für Banken, Verbraucher in Not. Schuldenreport 2009. Die Kreditwirtschaft steht
angesichts der Wirtschaftskrise in der Pflicht, ein Sofortprogramm für
überschuldete Verbraucher aufzulegen. Das fordern Arbeiterwohlfahrt, Caritas,
Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Rotes Kreuz und Verbraucherzentrale
Bundesverband, die heute in Berlin den Schuldenreport 2009 vorstellten. Diesem
zufolge entfallen rund 60 Prozent der Schulden von Verbrauchern auf
rückständige Kredite. Die sechs Herausgeber fordern außerdem eine
verantwortliche Kreditvergabe und Anstrengungen, um die Finanzkompetenz von
Verbrauchern zu verbessern. Banken in finanziellen Schwierigkeiten bekommen
derzeit milliardenschwere Unterstützung durch Steuergelder. Die
Wirtschaftskrise trifft jedoch auch viele Verbraucher. Ihnen droht
Arbeitslosigkeit, laut Schuldenreport der häufigste Auslöser für Überschuldung.
Doch obwohl Banken staatliche Hilfen erhalten und günstig an Geld kommen,
bitten sie Verbraucher in wirtschaftlicher Not ohne Rücksicht zur Kasse. Der
Zeitschrift Finanztest zufolge geben viele Banken die Zinssenkungen der
Europäischen Zentralbank nicht an ihre Kunden weiter. Sie streichen so
schätzungsweise 1,3 Milliarden Euro als Gewinn ein. Manche Geldhäuser haben
sogar ihre Dispozinsen erhöht: So hob die Berliner Sparkasse den Zins von 13,5
auf 14,5 Prozent an. Vor diesem Hintergrund fordern die sechs Herausgeber des
Schuldenreports als Sofortprogramm von der Kreditwirtschaft: - die Senkungen
der Leitzinsen an die Verbraucher weiterzugeben, - flexibel auf
kurzfristige finanzielle Engpässe ihrer Kunden zu reagieren, zum Beispiel durch
verlängerte Zahlungsaufschübe (Stundungen) und den Verzicht auf Verzugszinsen, - die
Kreditraten im Falle längerer Einkommensausfälle an die veränderte
wirtschaftliche Situation ihrer Kunden anzupassen, ohne sie durch erneute
Bearbeitungskosten und den verpflichtenden Abschluss von weiteren Verträgen
zusätzlich zu belasten. Unverantwortliche Kreditvergabe sanktionieren.
Unverantwortliche Kreditvergabe ist laut Schuldenreport ein weiterer Auslöser
für Überschuldung von Privatpersonen. Banken ködern Verbraucher mit
Kreditverträgen, die sie wirtschaftlich überfordern. Geraten die Kunden während
der Vertragslaufzeit in Zahlungsschwierigkeiten, bieten die Geldhäuser ihnen
oft überteuerte Umschuldungen an, die sie noch tiefer in das Schuldenkarussell
treiben. Deshalb fordern die sechs Herausgeber des Schuldenreports,
unverantwortliche Kreditvergabe zu sanktionieren. Wenn Verbraucher durch den
Abschluss eines Kreditvertrages wirtschaftlich offensichtlich überfordert
wurden, sollte der vertraglich vereinbarte Zinssatz auf den gesetzlichen
Zinssatz herabgesetzt werden. Zudem ist in einem solchen Fall die monatliche
Rückzahlungsvereinbarung an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des
Kreditnehmers anzupassen. Kreditwirtschaft an Kosten für Schuldnerberatung beteiligen.
Um Überschuldung zu verhindern, ist eine flächendeckende anbieter- und
produktunabhängige Finanzberatung unerlässlich. Doch mit ihren Kapazitäten
können etwa die Verbraucherzentralen derzeit lediglich 0,14 Prozent der
Privathaushalte im Jahr beraten. Um hier Abhilfe zu schaffen, müssen Bund und Länder
zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen. Auch ist ein zeitnaher Zugang zu
kostenloser Schuldnerberatung sicherzustellen. Etwa die Hälfte der
Beratungsstellen verfügt über nur eine Beratungskraft, weitere zehn Prozent
über lediglich eine Teilzeitkraft. Nur rund 15 Prozent der verschuldeten
Menschen ist es möglich, kostenlos Hilfe zu erhalten. Viele müssen auf einen
Beratungstermin Monate warten, teilweise bis zu einem Jahr. Der Ausbau der
Schuldnerberatung ist daher dringend erforderlich. An der Finanzierung sollte
sich nach Auffassung der Herausgeber des Schuldenreports auch die
Kreditwirtschaft beteiligen, da sie von der Arbeit der Schuldnerberatung
profitiert. Der Schuldenreport weist außerdem darauf hin, dass es um die
Finanzkompetenz der Bevölkerung schlecht bestellt ist. Viele Verbraucher sind
gar nicht in der Lage, den für sie passenden Kredit auszuwählen und
abzuschließen. Die Herausgeber des Schuldenreports fordern Bund und Länder auf,
eine nationale Strategie zur Verbesserung der finanziellen Bildung auf den Weg
zu bringen. Zitate:
Gerd Billen, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) "Banken in
finanzieller Not erhalten milliardenschwere Unterstützung durch Steuergelder,
die Kunden stehen dagegen im Regen. Die Kreditwirtschaft ist daher in der
Pflicht, überschuldeten Verbrauchern mit Sofortmaßnahmen
entgegenzukommen." Rainer Brückers, Bundesvorsitzender der
Arbeiterwohlfahrt (AWO) "Der Götzendienst, Kredit auf Kredit zu stapeln,
muss aufhören - in der Politik wie in der Wirtschaft und bei der Verführung der
Konsumenten. Die Politik hat es in der Hand: Die AWO schlägt vor, auf jeden
Konsumentenkredit eine Abgabe zur Finanzierung der chronisch überlasteten
Schuldnerberatungsstellen einzuführen." Svenja Koch, Pressesprecherin des
Deutschen Roten Kreuzes. "Viele Familien sind überfordert und können mit
ihrem Geld nicht umgehen, weil sie die Erfüllung von Konsumwünschen in den
Vordergrund stellen. Da bleiben dann Grundbedürfnisse wie gesunde Ernährung
oder warme Winterschuhe für die Kinder manchmal auf der Strecke. Wir müssen die
Finanzkompetenz in den Familien dringend stärken." Heidi Merk, Vorsitzende
des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes "Ein Girokonto ist kein schnöder
Luxus, sondern heutzutage zwingende Voraussetzung für die alltägliche
Lebensführung und die gesellschaftliche Teilhabe. Die Kreditwirtschaft hat 14
Jahre lang bewiesen, dass sie nicht in der Lage ist, ihre Selbstverpflichtung
zur Umsetzung des Girokontos für jedermann mit Leben zu füllen. Jetzt ist die
Politik gefordert, die Banken in die Pflicht zu nehmen und endlich eine
verbindliche gesetzliche Regelung zu schaffen." Uwe Schwarzer, Leiter der
Abteilung strategisches Management in der Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen
Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland. "Unverschuldeter Verlust
des Arbeitsplatzes, Unfall oder Tod des Hauptverdienenden, gescheiterte Ehe;
viele Brüche in der Lebensbiographie von Menschen sind schon schlimm genug,
doch sie führen zusätzlich noch häufig in eine Überschuldung. Schuldnerberatung
als Hilfe zur Selbsthilfe muss zeitnah, qualifiziert und kostenlos zur
Verfügung stehen. Mittel des Bundes und der Länder reichen bei Weitem nicht
aus. Die Kreditwirtschaft steht in der Pflicht sich zu beteiligen." Carlo
Wahrmann, Caritas Schuldner- und Insolvenzberatung Berlin-Mitte.
"Schuldnerberatung stabilisiert die überschuldeten Menschen nicht nur
wirtschaftlich, sondern auch psychisch und sozial und eröffnet ihnen neue
Lebensperspektiven." Für weitere Informationen: Arbeiterwohlfahrt
Karin Deckenbach, Pressesprecherin, Telefon: 030-2630932222, E-Mail: karin.deckenbach@awo.org. Caritas:
Barbara Fank-Landkammer, stellv. Pressesprecherin, Telefon: 030-28444743,
E-Mail: barbara.fank-landkammer@caritas.de.
Deutsche Rotes Kreuz: Svenja Koch, Pressesprecherin, Telefon: 030-85404158,
E-Mail: kochs@drk.de. Diakonie: Ute
Burbach-Tasso, kommissarische Pressesprecherin, Telefon: 030-83001-130, E-Mail:
pressestelle@diakonie.de.
Paritätischer Wohlfahrtsverband: Martin Wißkrichen, Referatsleiter
Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 030-24636311, E-Mail: pr.dv@paritaet.org. Verbraucherzentrale
Bundesverband: Christian Fronczak, Pressesprecher; Telefon: 030-25800525,
E-Mail: presse@vzbv.de
18.05.2009: Deutschland
ist sozial zerrissen. Die ärmsten Regionen in Deutschland sind
Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das geht aus dem erstmals
veröffentlichten Armutsatlas des Paritätischen Gesamtverbands hervor. Als arm
gilt, wem weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen.
Ein Single gilt zum Beispiel als arm, wenn er über weniger als 764 Euro verfügt.
Verbands-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider stellte den Atlas am Montag in
Berlin vor. Weiter unter http://nachrichten.t-online.de/c/18/76/15/58/18761558.html
18.05.2009: Armutsgefährdung in den Bundesländern
unterschiedlich. WIESBADEN
– Die Armutsgefährdungsquote ist in Deutschland in den Bundesländern
unterschiedlich. Gemäß der Definition der Europäischen Union ist die
Armutsgefährdungsquote der Anteil der Personen, die mit weniger als 60% des
mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung auskommen müssen. Während in
Mecklenburg-Vorpommern knapp ein Viertel (24,3%) und in Sachsen-Anhalt gut ein
Fünftel (21,5%) der Bevölkerung weniger als 60% des mittleren Einkommens in
Deutschland zur Verfügung hat, trifft dies in den südlichen Bundesländern
Baden-Württemberg (10,0%) und Bayern (11,0%) nur auf rund ein Zehntel zu. Dies
geht aus Berechnungen des Mikrozensus für das Jahr 2007 hervor, die von den
Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder im Rahmen des Projekts
„Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik“ erstmals durchgeführt wurden.
Weiter unter http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/05/PD09__189__221,templateId=renderPrint.psml
02.05.2009: Computerwissen
Daily. Ohne Pressefreiheit
bleiben Opfer
unsichtbar. Zum Internationalen
Tag der Pressefreiheit am 3. Mai lenkt Reporter ohne Grenzen (ROG) den Blick
auf die "Leerstellen", die entstehen, wenn Medien nicht frei
berichten dürfen. Mit der neuen Kampagne "Ohne Pressefreiheit bleiben
Opfer unsichtbar" stellt ROG die Folgen von Zensur, Verfolgung von
Journalistinnen und Journalisten und Angriffen gegen Medien in den Mittelpunkt.
Mit einer Protestaktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin am heutigen 2. Mai
von 10 bis 15 Uhr zeigt ROG, was es heißt, wenn Berichterstattung unterdrückt
wird. Es wird eine Käfig-Installation zu sehen sein, darin: Menschen in
Notsituationen, die kein Gesicht mehr haben - wehr- und namenlose Opfer. "Korruption,
Amtsmissbrauch, religiöse, ethnische oder sexuelle Verfolgung von Menschen -
viele Verbrechen bleiben im Dunkeln, wenn niemand den Opfern ein Gesicht und
eine Stimme gibt. In Ländern wie Mexiko, Russland, Pakistan oder Italien setzen
Reporter/innen ihr Leben aufs Spiel, wenn sie Missstände öffentlich
machen", so ROG-Geschäftsführerin Elke Schäfter. "Wir fordern
zum Internationalen Tag der Pressefreiheit einen besseren Schutz von Medien und
ihren Mitarbeiter/innen. Auch in Kriegszonen müssen Journalistinnen und
Journalisten ungehindert recherchieren können: Reporter/innen haben denselben
Status wie Zivilisten, das müssen Armeen und bewaffnete Gruppen
respektieren", erklärt Elke Schäfter weiter. (tok) Feinde des Internets: Am 12. März hat Reporter
ohne Grenzen seinen Internetbericht vorgestellt, der mit einer gruseligen
Bilanz aufwartet: In zwölf Ländern ist die Internetzensur und die Repression
gegen Blogger/innen so massiv, dass die Staaten den Titel "Feinde des
Internets" verdienen. Zur Zeit sind mindestens 70 Cyberdissidentinnen
und -dissidenten in Haft, weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit im Internet
wahrgenommen haben. China ist das größte Gefängnis für Blogger/innen, gefolgt
von Vietnam und dem Iran. Zu den 12 "Feinden des Internets" zählt ROG
die Länder Ägypten, Birma, China, Iran, Kuba, Nordkorea, Saudi Arabien,
Syrien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam. "Diese Staaten
haben das Internet zu einem Intranet gemacht, um damit die Bevölkerung am
Zugang zu ‚unerwünschten' Online-Informationen zu hindern", kritisiert
ROG. Neben der Überwachung und Kontrolle von Online-Informationen und
Nachrichten werden in diesen Staaten unliebsame Internetnutzer/innen
systematisch verfolgt. "Unter dem Vorwand, moralische Normen, die
nationale Sicherheit, Religion oder die Rechte ethnischer Minderheiten oder gar
das ‚spirituell-kulturelle' und wissenschaftliche Potential eines Landes zu
beschützen, wird in vielen Ländern Internetzensur betrieben", so ROG. In
dem Bericht werden die Kontrolle, Überwachung und Zensur des Internets und die
Verfolgung von Internetdissidentinnen und -dissidenten in 22 Staaten umfassend
untersucht. Darüber hinaus enthält der Report allgemeine Fakten zur
Internetnutzung und zu möglichen Problemen des Zugangs zum Internet in den
gelisteten Ländern. China führt die "Liste der Feinde des
Internets" an: Derzeit sind in China 50 Internetdissidentinnen und
-dissidenten in Haft. Die meisten von Ihnen werden beschuldigt, "Staatsgeheimnisse
im Ausland preisgegeben" zu haben. Die zahlreichen Zensurmechanismen
der Regierung weisen einen hohen Organisationsgrad auf: Fast 40.000 staatliche
Mitarbeiter kontrollieren Online-Inhalte. In Birma sind die Gesetze zu
elektronischer Kommunikation überaus streng: So können Blogger/innen, die
Kritik an der Regierung formulieren, zu drakonischen Haftstrafen verurteilt
werden. Auch in Usbekistan und Turkmenistan üben die Regierungen strenge
Online-Überwachung aus. In Saudi-Arabien hat die Regierung mehr als 400.000
Webseiten "zum Schutz der saudischen Gesellschaft" sperren
lassen. Der Iran ist weiterhin der "größte Feind des Internets"
im Nahen Osten: Regelmäßig werden Blogger/innen festgenommen, derzeit sind vier
in Haft. Unter besonderer Beobachtung. ROG
stellt zudem zehn Länder "unter besondere Beobachtung": In
diese Kategorie fallen unter anderem Australien und Südkorea - Staaten, die auf
den ersten Blick als funktionierende Demokratien gelten. Zwar lassen die
Behörden dieser Staaten, anders als die "Feinde des Internets", Internetdissidentinnen
und -dissidenten selten festnehmen und Zensurmaßnahmen sind weniger massiv.
Aber die Regierungen haben beunruhigende Maßnahmen ergriffen, die leicht
missbraucht werden könnten. In Australien zum Beispiel erlaubt eine
Anti-Terror-Gesetzgebung den Behörden, ‚verdächtige' private E-Mails
abzufangen. In dem Bericht geht ROG auch auf Formen von "partizipativer
Zensur" ein. So betreiben einige Regierungen regelrechte
"Kommentarschlachten": Sie nutzen Netzwerkseiten wie
"Facebook", "Twitter" oder andere Plattformen, um ihre
Ansichten und Meinungen zu lancieren. Einige repressive Regierungen lassen auch
gegen Bezahlung gewünschte Kommentare auf gut besuchte Webseiten stellen, oder
sie organisieren Hacker-Angriffe, um Online-Inhalte zu blockieren. Trotz
Gängelungen und Repressionen lassen sich viele Blogger/innen nicht entmutigen.
Das Internet bleibt in vielen Ländern im Vergleich zu konventionellen Medien
immer noch das freieste Mittel zur Verbreitung von Informationen und Meinungen.
Neue Software-Entwicklungen helfen zum Teil, Nachrichtenkontrollen und -zensur
im Internet zu umgehen. Große Internetfirmen wie Google, Yahoo! und Microsoft
haben mit der Unterzeichnung der so genannten "Global Network
Initiative" angekündigt, dass sie das Recht auf Meinungsfreiheit der
Internetnutzer/innen weltweit respektieren möchten. Bisher haben sich diese
Firmen auf Druck von Regierungen in einigen Staaten zum Teil an der Zensur
beteiligt. Wenn es einen Wandel dieser Geschäftspraktiken gäbe, wäre es für
eine Reihe von Regierungen schwieriger, Internetnutzer/innen zu überwachen. Den
28-seitigen ROG-Bericht (in englischer Sprache) "Feinde des
Internets" finden Sie hier: www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/pdf/Internetbericht.pdf
(tok). Feinde der Pressefreiheit. Auf
einer neuen zum 3. Mai veröffentlichten Liste der "Feinde der
Pressefreiheit" benennt ROG die 40 repressivsten Akteure und
Institutionen. Darunter sind nicht nur Regierungen, sondern auch
paramilitärische und terroristische Gruppen, Rebellen und kriminelle Netzwerke.
Ein Beispiel ist Mexiko mit den Drogenkartellen in Tijuana, Sinaloa, Ciudad
Juárez und der Golf-Region: Die Hälfte der mindestens 46 seit dem Jahr 2000 in
Mexiko ermordeten Journalistinnen und Journalisten haben zum Thema Drogenhandel
und den dahinter stehenden kriminellen Netzwerken recherchiert. Auch in Italien
geraten Medienmitarbeiter/innen in die Schusslinie, wenn sie über mafiöse
Gruppen berichten. Das Land rangiert deswegen neu auf der "Liste der
Feinde der Pressefreiheit". Zehn Journalistinnen und Journalisten
stehen derzeit unter Polizeischutz. Das Ausmaß und die Folgen von
Menschenrechtsverstößen wie in Sri Lanka, Afghanistan, Irak oder Somalia sind
oft schwer auszumachen, weil unabhängige Berichterstatter/innen keinen Zutritt
zu den Regionen haben. "Ganze Landstriche sind ‚blinde Flecken der
Informationen': Wir können die Lebenssituation der Menschen nur erahnen",
so Michael Rediske, Vorstandssprecher von ROG. "Besonders dramatisch
ist die Situation derzeit in den pakistanischen Stammesgebieten und der Provinz
Belutschistan an der Grenze zu Afghanistan. Mit vier getöteten Journalisten im
Jahr 2009 ist Pakistan derzeit das gefährlichste Land für
Medienmitarbeiter/innen", erklärt Michael Rediske. In Konfliktregionen
wird es für Journalistinnen und Journalisten immer schwieriger zu berichten.
Informationskontrolle ist zu einem strategischen Ziel vieler Armeen und
bewaffneter Gruppen geworden. Zudem geraten Medienmitarbeiter/innen schneller
in die Schusslinie. Im Irak sind beispielsweise in sechs Jahren, von 2003 bis
2009, zweimal mehr Medienmitarbeiter/innen getötet worden (225) als in 20
Jahren Vietnam-Krieg von 1955 bis 1975 (102). Die vollständige Liste der "Feinde
der Pressefreiheit" wird unter www.reporter-ohne-grenzen.de
veröffentlicht. (tok)
27.04.2009: Hartz IV – Kürzungen in Planung – Protest jetzt nötig! Ein Sprecher der CDU Berlin hat am 23.4.09 erstmalig in
der Öffentlichkeit ausgesprochen, „dass der Status Quo der Leistungsangebote
der sozialen Infrastruktur nicht beibehalten werden kann“ und Hartz -
Bezieher nächstes Jahr auch mit einer Kürzung der Regelleistung zu rechnen
hätten. Näheres dazu ist hier zu finden: http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=23042009ArtikelBBBlaschke1
Damit ist einer der Punkte offengelegt, die wir nach den Bundestagswahlen zu
erwarten haben. Es wird jetzt höchste Zeit, dass sich die Betroffenen
zusammenschließen, um gemeinsam ihre Interessen auf Regelleistungserhöhung und
gegen Sozialkürzungen zu vertreten. Hierbei müssen sie von sozialen und
politischen Organisationen unterstützt werden. Dazu möchte ich dringend
aufrufen. Auf allen Demos zum 1. Mai sollten Blocks für Regelleistungserhöhungen
gegen Sozialkürzungen entstehen, diese Forderungen müssen in den Blick der
Öffentlichkeit geraten. Jetzt ist es Zeit sich dahingehend zu organisieren. Für
die Forderung nach Regelleistungserhöhung gibt es eine hervorragende Vorlage
des "Kampagnenrat", des Bündnisses gegen Kinderarmut durch Hartz IV
(mehr unter: http://www.tacheles-sozialhilfe.de/harry/view.asp?ID=1808
), der sogar kostenlos Flugblätter verschickt. Es geht aber nicht nur um die 1.
Mai Demos, sondern darum, dass sich Betroffene überhaupt zusammenfinden,
Gruppen bilden, sich vernetzen, eine Mobilisierung schaffen, Sozialzentren
gründen, sich in die politische Diskussion einmischen. Keine Parteienveranstaltung
sollte mehr ohne die Forderung auf Regelleistungserhöhung stattfinden. Es muss
JETZT politischer Druck aufgebaut werden. Um sich den Plänen der Regierung
entgegenstellen zu können. Es darf nicht sein, dass für das Kapital kaum noch
zählbare Milliarden verpulvert werden, gleichzeitig aber mehr als 10 % der
Bevölkerung nicht mal mehr genug haben, um ihre tägliche Existenz
sicherzustellen und dass ¼ aller Kinder und Jugendlichen durch zu niedrige
Armutsleistungen ihre schulische und berufliche Zukunft genommen wird. Es ist
an der Zeit das sich in diesem Land dahingehend etwas regt! 07. 03.2009: GEHEIMDIENSTE - Schäuble forciert neues Speichersystem. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will
nach SPIEGEL-Informationen nun doch ein neues Computersystem für die
Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern beschaffen. Es soll den Zugriff
auf die Daten von Extremismusverdächtigen verbessern. Die Pläne für das
neue Computersystem gehen aus einem vertraulichen Bericht für das sogenannte
Vertrauensgremium des Bundestags vom 9. Februar hervor. Darin beantragt das
Innenministerium in diesem Jahr 3,5 Millionen Euro und weitere 18 Millionen
Euro für die folgenden Jahre bis 2012 allein für den Bundesanteil am Projekt
"Nadis-neu". Es soll den Zugriff sämtlicher Verfassungsschutzbehörden
auf die Daten von Extremismusverdächtigen deutlich verbessern. Das
bisherige System stammt aus den siebziger Jahren. Allerdings fürchten Experten
unüberschaubare Entwicklungsrisiken und Kostenfallen, ebenso wie fehlende
Rechtsgrundlagen. Schäuble selbst hatte im Frühjahr 2008 das Projekt gestoppt,
das Vertrauensgremium, das unter anderem für die Haushaltspläne der
Geheimdienste zuständig ist, sperrte im November die Mittel. Inzwischen
aber hat eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Konzeption und die Zuständigkeiten
leicht verändert - dies macht Schäuble nun zur Grundlage seines Vorstoßes.
Zugleich bekräftigte er in dem vertraulichen Bericht, dass eine Novellierung
des Bundesverfassungsschutzgesetzes "noch in dieser Wahlperiode
angestrebt" wird. Dabei soll auch der Informationsaustausch zwischen den
Verfassungsschutzämtern erleichtert werden. In der Großen Koalition ist das
Projekt umstritten, die SPD-Innenpolitiker stehen den Plänen skeptisch
gegenüber. Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611871,00.html
04.03.2009: Urteil
des EuGH über die Vorratsdatenspeicherungs-Richtlinie. http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2009/vorratsdatenspeicherungs-richtlinie.pdf
13.01.2009: Pressefreiheit
und Bürgerrechte 2008 weiter unterwandert-Repression verschiebt sich auf Internet. Washington/Berlin
(pte/13.01.2009/11:55) - Im vergangenen Jahr hat sich die Einhaltung von
Pressefreiheit und Menschenrechten weltweit weiter verschlechtert. Dies geht
aus dem aktuellen Jahresbericht der US-Organisation Freedom House http://www.freedomhouse.org
hervor, die regelmäßig die politische Freiheit in 193 Ländern unter die Lupe
nimmt. Dass die demokratischen Grundwerte 2008 zum dritten Mal in Folge
zunehmend unterwandert wurden, lässt sich laut Organisationsleiter Arch
Puddington zum Teil mit den Reaktionen auf revolutionäre Bewegungen wie
beispielsweise in der Ukraine erklären. Verschiedene Regimes hätten die
Geschehnisse in ehemaligen Ostblockländern dazu benutzt, mit gewaltvollen
Maßnahmen demokratische Bewegungen im eigenen Land sowie deren internationale
Unterstützung niederzudrücken, so Puddington. Laut dem aktuellen Bericht gab es
2008 in 34 der untersuchten Nationen eine graduelle Verschlechterung, 14
Ländern verbesserten sich. Freedom House unterteilt bei seiner Bewertung in verschiedene
Stufen von "frei" über "teils frei" bis "unfrei".
Afghanistan und Mauretanien wurden zum Beispiel nach untern gereiht und gelten
nun als "unfrei". Insgesamt besonders schlecht wird die Wahrung der
Grundrechte in Ländern wie Nordkorea, Libyen, Sudan, Burma und Somalia
bewertet. Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen bestätigt für das
vergangene Jahr in vieler Hinsicht eine weitere Verschärfung der Situation.
"Man muss jedoch differenziert an das Thema herangehen. So nahm die Zahl
der getöteten Journalisten 2008 zum Beispiel ab, während andererseits die Zahl
der inhaftierten Blogger zugenommen hat", räumt Anja Viohl,
Pressereferentin von Reporter ohne Grenzen Deutschland, im Gespräch mit
pressetext ein. Besondere Kritik übt Freedom House an den Olympischen Spielen
in China und verweist darauf, dass die Belohnung autoritärer Regimes mit
Großevents wie diesem grundsätzlich abzulehnen seien. Im Vorfeld von Olympia
hatten viele Beobachter auf eine Verbesserung der Menschrechte gehofft.
Allerdings sei genau das Gegenteil geschehen, so Puddington. Während der
Olympischen Spiele seien zum Beispiel die Restriktionen für Blogger und
Online-Journalisten noch verstärkt worden. "Neben Inhaftierungen und
Ermordungen von Journalisten bestehen auch andere gravierende Probleme, so hat
sich die Pressegesetzgebung 2008 teilweise verschlechtert", erklärt Viohl
gegenüber pressetext. Generell bleibe die globale Situation alarmierend.
"Viele Regierungen konzentrieren ihre repressiven Maßnahmen stärker auf
das Internet, so Viohl weiter. Ähnlich wie im aktuellen Freedom-House-Bericht
schnitten auch im Pressefreiheitsindex 2008 von Reporter ohne Grenzen Länder
wie China, Nordkorea und Burma besonders schlecht ab (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081022032).
Für die Zukunft hängen wie in vielen anderen Bereichen auch in
Menschenrechtsfragen große Hoffnungen an Barack Obama. Die Wahl des ersten
schwarzen US-Präsidenten weckt auch in Hinblick auf Bürgerrechte bei vielen
Optimismus, die nun an einen Wandel glauben. (Ende). Quelle: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=090113021
19.Dezember 2008, STROMSTOSS-EXPERIMENT. So leicht werden Menschen zu Folterknechten von Christian Stöcker.
Die Elektroschock-Experimente Stanley Milgrams sind legendär. Sie
gelten bis heute als Beleg dafür, dass auch ganz normale Menschen
schnell zu erbarmungslosen Folterknechten werden können. Nun wurde die
historische Studie wiederholt - mit ernüchterndem Ergebnis. Was Stanley
Milgram seinen Versuchspersonen im Jahr 1961 antat, darf heute kein
Forscher in der westlichen Welt mehr - und seien seine Absichten auch
noch so lauter. Nun wurde die Studie über Gehorsam und Gnadenlosigkeit
in einer Light-Version wiederholt. Und wieder zeigte sich, wie leicht
Menschen dazu gebracht werden können, andere zu quälen. Wie in der
Originalstudie ging es eigentlich nur darum, einen "Schüler" - der in
Wahrheit ein Helfer des Forschers war - mit Bestrafung zum besseren
Lernen von Wortpaaren zu bringen. Milgrams legendäres Experiment
veränderte das Selbstbild der Menschheit auf Dauer, weil er mit einer
schlichten Methode vorführte, wie leicht normale Menschen zu
Folterknechten gemacht werden können, zu gehorsamen Erfüllungsgehilfen
einer zerstörerischen Autorität. Der Großteil seiner Versuchspersonen
verteilte Elektroschocks, bis eine vermeintliche Versuchsperson im
Nebenraum zunächst vor Schmerzen brüllte und dann plötzlich, aber
dauerhaft verstummte. "Das Experiment erfordert, dass Sie
weitermachen", sagte der Herr im weißen Kittel, und die
Versuchspersonen drückten noch einmal auf den Knopf. Wollte der Proband
erneut abbrechen, sagte der Versuchsleiter: "Es ist unbedingt
notwendig, dass Sie weitermachen." Und die Mehrheit tat das auch. Auch
wenn der durch jeden Knopfdruck vermeintlich mit Elektroschocks
traktierte "Schüler" im Nebenraum schon schrie, scheinbar vor
Schmerzen. Ist die Menschheit heute gnädiger als vor 50 Jahren?
Die Mehrheit der Versuchspersonen ging mit den Elektroschocks bis zum
Ende der Skala, bis 450 Volt, in 15-Volt-Schritten. Diese Kombination
aus ungewohnter Situation, nicht hinterfragter Autorität und
Salamitaktik betrachtete Milgram als Kernfaktoren, die zum
erbarmungslosen Verhalten seiner Testpersonen beitrugen. Gerade in den
Jahren seit dem 11. September 2001, in denen Folter plötzlich wieder
zum Mittel der Politik zu werden schien, wurden Milgrams Ergebnisse oft
zitiert, um etwa die Greuel von Abu Ghureib zu erklären. In
verschiedenen Varianten ist die Erkenntnis immer wieder erneuert worden - in (fast) jedem steckt ein Folterknecht.
Nun versuchte sich der Psychologe Jerry Burger erneut an Milgrams
Versuchsaufbau. Seine implizite Kernfrage: Sind wir heute besser? Hat
die Menschheit dazugelernt, lassen wir uns nicht mehr so einfach zu
Folterern machen wie damals in den frühen Sechzigern? Das hat schon
lange niemand mehr probiert - aus ethischen Gründen: Experimente wie
das Original, in dem den Versuchspersonen suggeriert wurde, sie hätten
einen Menschen gequält und womöglich dauerhaft geschädigt, gelten heute
als nicht mehr vertretbar. In manchen Varianten der Originalexperimente
verwies der "Schüler" im Nebenraum schreiend auf eine Herzerkrankung
und verstummte dann. Probanden solchem Stress auszusetzen, widerspricht
heutigen Ethik-Richtlinien für Experimente. Weiterdrücken, auch wenn das Opfer nicht mehr reagiert. Also
setzte Burger einen niedrigeren Abbruchpunkt an: Bei 150 Volt, im
Original wie in der neuen Studie, schrie der "Schüler" zum ersten Mal
vor Schmerzen auf. Bei Milgram zögerten die Versuchspersonen hier und
wurden zum ersten Mal wirklich unsicher. Wer jenseits von 150 Volt
weitermachte, tat das meist bis ganz ans Ende. Mehr als 80 Prozent der
Probanden, die 150 Volt verabreicht hatten, drückten bis 450 Volt
weiter auf die Knöpfe - auch wenn der Proband irgendwann weder auf die
Fragen noch auf die Elektroschocks reagierte. Burger ließ deshalb nur
virtuelle Stromstöße bis 150 Volt austeilen. Wenn Probanden danach
weitermachen wollten, hielt der Versuchsleiter sie davon ab. Es handele
sich um "Gehorsam light", schreibt Alan Elms, der in den Sechzigern mit
Milgram zusammenarbeitete, in einem Kommentar zu Burgers Studie. "Wenn
man den Mann schreien hört 'lasst mich raus, ich halte es nicht mehr
aus', ist das der Punkt, an dem der Stress, für den man Milgram
kritisiert hat, einsetzt", sagt Burger über seine Studie, die nun im "American Psychologist" erscheint.
In der "Light"-Version waren nicht ganz so viele Versuchspersonen
bereit, nach dem Schmerzensschrei noch weiterzumachen - 70 Prozent
hätten auch den Knopf für 165 Volt noch gedrückt. Die Abweichung zum
Original ist jedoch nicht einmal statistisch bedeutsam. Um zu
überprüfen, ob der mäßigende Einfluss einer zweiten Person daran etwas
ändern würde, schleuste Burger in einem zweiten Experiment eine
vermeintliche Co-Versuchsperson ein. Sie weigerte sich ab einer
Spannung von 90 Volt, weitere Schocks zu verteilen. Doch trotz des
guten Beispiels übernahmen die meisten der Versuchspersonen an dieser
Stelle freiwillig die Aufgabe des Knöpfedrückens - und 65 Prozent der
Teilnehmer hätten auch unter diesen Bedingungen nach dem Hilferuf noch
weitergemacht. Ein "überraschendes und enttäuschendes" Ergebnis sei
das, sagt Burger. "Ernstzunehmende Lücke" Eins mache seine
Studie jedoch deutlich: Die "Vorstellung, dass die Menschen in den
frühen sechziger Jahren irgendwie einfacher zu Gehorsam zu bewegen
waren", sei nicht haltbar. Milgrams
früherer Mitarbeiter Elms zeigte sich einerseits schockiert von Burgers
Ergebnissen. Er habe in Interviews immer wieder der Hoffnung Ausdruck
gegeben, dass die Ergebnisse aus den Sechzigern heute nicht mehr
replizierbar wären, schreibt Elms in einem Kommentar.
"Da gehen meine hoffnungsvollen Erwartungen über deutlich geringeren
Gehorsam dahin!". Er verweist jedoch auf Vorsichtsmaßnahmen, die Burger
getroffen hat und die in seinen Augen das Ergebnis schwächen: Burger
akzeptierte nur Versuchspersonen, die das Milgram-Experiment eigenen
Angaben zufolge nicht kannten. Und er ließ von Psychiatern Interviews
durchführen, um Menschen auszuschließen, denen die Stresssituation des
Experimentes hätte Schaden zufügen können. Die nach dieser
Doppelauswahl übriggebliebenen Probanden könnten möglicherweise
"beträchtlich gehorsamer sein" als Durchschnittsmenschen, spekuliert
Elms. Ein zweiter Kommentator, der Psychologe Arthur Miller, spricht in der gleichen Ausgabe des "American Psychologist"
sogar von "ethischem Overkill" in Burgers Studie. Man könne die Arbeit
mit den Originalexperimenten nicht sinnvoll vergleichen. Dennoch seien
Studien wie die Burgers gerade heute wieder dringend nötig, sie "füllen
eine ernstzunehmende Lücke". Miller: "Die Bedingungen und Gründe zu
verstehen, die Menschen dazu bringen, physischen Schmerz zu verursachen
und Strafen bis hin zu Mord zu verteilen, insbesondere auf Befehl
innerhalb einer Organisationshierarchie, ist heute vielleicht wichtiger
als je zuvor." Mit Material von Reuters. URL:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,597501,00.html ZUM THEMA AUF SPIEGEL ONLINE: Psychologie: Was Menschen zu Tätern macht (14.03.2008) http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,541023,00.html Psychologie-Studie: In jedem steckt ein Folterknecht (26.11.2004) http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,329706,00.html ZUM THEMA IM INTERNET: "American Psychologist": Kommentar von Elms http://www.apa.org/journals/releases/amp641-3.pdf "American Psychologist": Kommentar von Miller http://www.apa.org/journals/releases/amp641-2.pdf "American Psychologist": Burger repliziert Milgram http://www.apa.org/journals/releases/amp641-1.pdf SPIEGEL ONLINE ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internet-Seiten. © SPIEGEL ONLINE 2008. Alle Rechte vorbehalten |
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